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Judo

Judogeschichte

Es war im Jahre 1882 als der Student Jigoro Kano, auf Anraten des an der kaiserlichen Universität unterrichtenden Geheimrates Bälz aus Bietigheim, seine kleine Schule Kodokan (Ort zum Studium des Weges) in Japan eröffnete.

Hier lehrte er eine ein neukombiniertes Zweikampfsystem: das J U D O.

Japaner waren es dann auch, die diesen Sport nach Deutschland brachten und für Verbreitung sorgten. 1905 wurde die erste Judo-Schule von Erich Rahn in Berlin eröffnet. Auch heute noch ist mit Han Ho-San ein Japaner der Cheftrainer des Deutschen Judo Bundes.

1952 wurde in Würzburg die erste Judoschule in Unterfranken eröffnet: der 1. Würzburger Judo Club.

Etablierung in Veitshöchheim

Ein Schüler des 1. Würzburger Judo Club (Marcel Rüth) lebt in Veitshöchheim.

Nachdem er den letzten Schülergurt erworben hatte und in seinem Stammverein mit den ersten Lehrtätigkeiten vertraut gemacht wurde, wurde der Wusch in ihm wach, seinen geliebten Sport auch den Kindern in seiner Heimatgemeinde näher zu bringen.

In dem 1. Vorsitzenden der Turngemeinde Hermann Muth fand er die notwendige Unterstützung und so bot er im Rahmen des Sommerferienprogrammes im Jahre 1987 die ersten Schnupperstunden an.

Der starke Andrang führte zu zwei regelmäßigen Anfängerstunden in der Woche. Knapp 60 Kinder und Jugendliche legten 10 Monate später die erste Gelbgurtprüfung ab.

Mit Eva Preu fand sich eine Mutter, die sich nicht nur über das neue Angebot für ihre Familie freute, sondern die auch bereit war, in der Funktion der 1. Abteilungsleiterin Verantwortung zu übernehmen.

Um sie herum scharte sich als bald eine harmonische Gruppe von weiteren Elternteilen, die ihren Einsatz über die Kritik hinaus im tatkräftigen Anpacken sahen.

Schon bald hatte die jüngste Abteilung einen tadellosen Ruf, der auf Grund ihres ‘Konzeptes’ der Umwelt zum Vorbild diente.

Das Konzept

Den Sinn ihrer Tätigkeit sieht die Abteilung nicht allein im störungsfreien regelmäßigen übungsbetrieb für die Kinder und Jugendliche, sondern ihr Einsatz geht weit darüber hinaus.

In den übungsstunden versuchen die Leiter der Stunden, den ihnen zur Verantwortung übergebenen jungen Menschen etwas von den Inhalten des Judo zu übermitteln. Doch die Verantwortung beginnt schon lange vor der Stunde, in der gewissenhaften Vorbereitung, die auch individuelle Ansprüche zu berücksichtigen versuchen und endet erst lange nach einer Stunde mit den überlegungen, was den Mädchen und Jungen über die Technikvermittlung hinaus noch angeboten werden sollte.

So gehört zu den Arbeiten dieser Abteilung, das Erstellen von Freizeitprogrammen, einer eigenen Abteilungszeitschrift, die Betreuung auf Turnieren und Meisterschaften, das Sondieren von Lehrgängen, die Teilnahme am Erwerb des Sportabzeichens und an anderen sportlichen Veranstaltungen wie. z.B. der Residenz-Lauf, das Angebot des regelmäßigen Informationsausstausches z.B. in der Form des Stammtisches oder auch das Feiern schon zur Selbstverständlichkeit.

Die drei Ziele

Als Jigoro Kano sein System schuf, hatte er hauptsächlich drei Ziele im Auge:

1. Er wollte vor allen Dingen ein System schaffen, das auf interessante, zu längerem Studium anregende Weise den Körper trainiert, alle Muskeln ausbildet und die Organkraft stärkt, kurz, den Körper in Form bringt und erhält. Im Gegensatz zu teilweise nützlichen, aber langweiligen Gymnastiksystemen sollte sein Judo mehr als nur ein kurzzeitiges Fitnessprogramm sein, sondern vielmehr von Menschen jeden Alters und Geschlechts, einmal begonnen, bis in das hohe Alter hinein ausgeübt werden können.

2. Zweitens dachte er daran - man nannte ihn später ‘Vater des Amateursports in Japan’ -,seinen Schülern die Möglichkeit zu geben, in einem von strengen Regeln kontrollierten Zweikampfsport, Wettkämpfe zu bestreiten. Seine Schüler sollten teilhaben an der großen Sportbewegung, deren Wert für die glückliche Zufriedenheit des Menschen er nicht oft genug zu preisen wußte.

3. Drittens sollte durch Judo neben einer Charakter- und Persönlichkeitsformung die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten erreicht werden. Regelmäßiges Training fördert die Entwicklung der Einbildungskraft, des logischen Denkens und der Urteilskraft und trägt entscheidend zu einem ausgeglichenen Persönlichkeitsbild, der Wahrung des seelischen Gleichgewichts, bei: Diese Haltung läßt Ernsthaftigkeit, Vorsicht und gründliches überlegen, die wiederum Voraussetzung für schnelles Handeln und rasche Entschlüsse sind, zur zweiten Natur werden.

(aus: ‘JUDO’ v.W.Hofmann)

Abteilungsfunktionen

E-Mail Adresse der Abteilung:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Funktion Name, Adresse Telefon
Abteilungsleiter Klaus Lutz 0931/95298
Sportlicher Leiter Steffen Lutz 0177-3016495
Jugendwart Stefanie Hertling 0931/4677349
Kassenwart Arno Greiner 0931/93707
Schriftführer Phillip Neugebauer